Ausbildung der DRK-Rettungshunde und Hundeführer
Die Ausbildung eines Gespannes aus Hundeführer und Hund zu einem funktionierenden Rettungshundeteam stellt beide vor viele Herausforderungen, die es zum größten Teil gemeinsam, aber auch alleine (theoretische Ausbildung des Hundeführers) zu meistern gilt.
Ausbildung Hund
Im Regelfall dauert die Ausbildung zwei bis drei Jahre.
Im Laufe dieser Zeit muss zunächst ein Eignungstest und später die eigentliche Prüfung abgelegt werden.
Diese Prüfung gliedert sich in die Teilaspekte Fachfragen, Unterordnung, Verweistest oder Gewandtheit und die Suche im Gelände. Bei Bestehen der Prüfung gilt das Team als einsatzfähig. Um einen hohen Standard zu gewährleisten muss diese Prüfung spätestens alle 18 Monate wiederholt und erfolgreich absolviert werden.
Beide, Hund und Hundeführer, haben gerade in der ersten Zeit einen weiteren Weg vor sich. Dieser Lernprozess wird in der Rettungshundeausbildung hauptsächlich durch positive Verstärkung erreicht. Diese erfolgt je nach Hund entweder durch Futter oder Beute.
Ausbildung Hundeführer & Helfer
Die Voraussetzungen
Auch an den Hundeführer werden hohe physische und psychische Anforderungen gestellt.
Einen wichtigen Aspekt stellt hierbei die Teamfähigkeit dar. Allerdings sollte ein Hundeführer/ein Helfer sowohl den körperlichen- als auch den psychischen Belastungen eines mehrstündigen Einsatzes gewachsen sein.
Zudem sollte er bereit sein, einen großen Teil seiner Freizeit für die Ausbildung und Einsätze zu "opfern". Dies erfordert viel Disziplin und Ausdauer sowie persönliches Engagement.
Die Ausbildung
Prinzipiell lässt sich erst einmal feststellen, dass die Grundlage für den Erfolg einer Suche in einem gut ausgebildeten Team liegt! Ein Team besteht nicht nur aus dem Hund und seinem Hundeführer, sondern im Einsatzfall auch aus einem geschulten Helfer, der quasi als Assistent tätig ist.
Leider wird die Wichtigkeit dieser Funktion durch den Begriff „Helfer“ nicht standesgemäß wiedergegeben. Die Ausbildung des Hundeführers gliedert sich in mehrere Bereiche, in denen er sich nicht nur theoretische, sondern auch praktische Kenntnisse aneignen muss.
Der Ausbildungsweg lässt sich wie folgt grob skizzieren:

Die Ausbildung des Hundeführers gliedert sich in mehrere Bereiche, in denen er sich nicht nur theoretische, sondern auch praktische Kenntnisse aneignen muss.
Hierzu gehören z.B.:
• Erste Hilfe bei Mensch und Hund
• Sanitätslehrgang
• Funken
• sicherer Umgang mit Karte und Kompass
• Kynologie
• Einsatztaktik und -organisation
• Verhalten in Risikosituationen
• Kenntnis diverser gesetzlicher Normen
• und vieles mehr....
Die Ausbildung des sog. Helfers geht zum großen Teil „Hand in Hand“ mit der Ausbildung des Hundeführers.
Das Zusammenspiel zwischen den Rettungs- und DRK-Begleithunden funktioniert wie folgt:

Eignungstest:
Der Eignungstest gliedert sich in mehrere Abschnitte. Es müssen die folgenden Prüfungen bestanden werden:
Rufübung
Geht der Hund auf Menschen zu? Geht der Hund auf Menschen zu, wenn er z.B. mit Leckerli gelockt wird? Lässt der Hund sich von einer Fremdperson streicheln?
Spieltrieb
Ist ein Spieltrieb vorhanden? Lässt der Hund sich auf Spiel mit Spielzeug mit einer Fremdperson ein?
Einkesseln
Bleibt der Hund ruhig bei Herrchen oder Frauchen, wenn von mehreren Seiten Fremdpersonen auf sie zugehen? Bleibt der Hund auch dann ruhig, wenn die Personen laufen oder rennen?
Extremtests
Bleibt der Hund ruhig, wenn er/sie durch laute Geräusche von Trennschliefer, Klopfen auf Metallplatten, Hupen von Autos oder aufklappbaren Regenschirmen, behinderten Menschen, flatternden Umhängen oder rollenden Fässern gestresst wird?
Oder wenn er unangenehme Bodenbeläge wie glatte Flächen, Trümmerhaufen, Holzstücke überwinden muss?
Kann der Hund über eine Engstelle wie einen Steg gehen?
Kann der Hund in geringem Abstand von einer Fremdperson um mehrere Artgenossen herumgeführt werden?
Hat der Hund Angst vor Feuer? Kann er durch zwei Feuerstellen laufen?


