RHG Tecklenburger Land
D R K A l a r m
0800 - 1 92 19 19
19.10.2018
Startseite
Kontakt zur Staffelleitung / Ausbilder
Fotogalerie
Alarmierung von Rettungshunden
Einsätze
Ausbildung
Ausbildung Hund
Ausbildung Mensch
Teams und Mitglieder
Interesse an Rettungshundearbeit?
Informationsblatt als Download
Einsatzkooperation EWL
RHG Presseberichte
Interner Bereich
Impressum/Disclaimer
Datenschutzerklärung



© 2012 DRK KV Tecklenburger Land
counter
Die Ausbildungen in der Flächensuche
Die Ausbildung eines Teams aus Hundeführer und Hund zu einem funktionierenden Rettungshundeteam stellt beide vor eine Herausforderung, die es zum größten Teil gemeinsam, aber auch alleine (theoretische Ausbildung des Hundeführers/Helfers) zu meistern gilt. Prinzipiell lässt sich erst einmal feststellen, dass die Grundlage für den Erfolg einer Suche in einem gut ausgebildeten Team liegt!

Im Laufe der Ausbildung muss zunächst ein Eignungstest und später die eigentliche Prüfung abgelegt werden. Der zeitliche Aufwand dieser Ausbildung liegt in der Regel zwischen zwei bis drei Jahren. Innerhalb dieser Ausbildung muss das Rettungshundeteam zusammenwachsen. Jeder im Team muss seinen Teil der Aufgaben beherrschen. Der Hund wird meist über spielerische Aktionen oder Futter langsam an seine Aufgaben herangeführt.

Er lernt zunächst, dass die gefundenen Personen „toll“ sind und nach und nach baut man die einzelnen, individuellen Anzeigearten mit ein. Danach macht man sich die gute Nase des Hundes, die unserer weit überlegen ist, zu Nutze um die „Opfer“ zu finden. Später fügt man die verschiedenen Opferbilder (sitzend, liegend, Hochopfer usw.) mit ein. Auch an der Führigkeit wird gearbeitet, um dem Hund unnötige Laufwege zu ersparen. Hierzu dient auch die Gerätearbeit, die zudem die Trittfestigkeit schult. Ein weiterer Teil der Ausbildung besteht darin, den Hund an unterschiedliche Umweltreize zu gewöhnen. Der Eignungstest ist hierbei eine erste Überprüfung, ob der Hund den Anforderungen gewachsen ist.
 


Der Eignungstest


Der Eignungstest gliedert sich in mehrere Abschnitte:

Rufübung
Geht der Hund auf Menschen zu? Geht der Hund auf Menschen zu, wenn er z.B. mit Futter gelockt wird? Lässt sich der Hund von einer Fremdperson streicheln?

Spieltrieb
Ist Spieltrieb vorhanden? Lässt der Hund sich auf Spiel mit Spielzeug mit einer Fremdperson ein?

Einkesseln
Bleibt der Hund ruhig beim Hundeführer, wenn von mehreren Seiten Fremdpersonen auf den Hund zugehen? Bleibt der Hund auch dann ruhig, wenn die Personen laufen oder rennen?

 
Extremtests
Bleibt der Hund ruhig wenn er/sie durch laute Geräusche von Trennschleifer, Klopfen auf Metallplatten, Hupen von Autos oder aufklappbaren Regenschirmen, behinderten Menschen, flatternden Umhängen oder rollenden Fässern gestresst wird?
Oder wenn er unangenehme Bodenbeläge wie glatte Flächen, Trümmerhaufen, Holzstücke überwinden muss?
Kann der Hund über eine Engstelle wie einen Steg gehen?
Kann der Hund in geringem Abstand von einer Fremdperson um mehrere Artgenossen herumgeführt werden?
Hat der Hund Angst vor Feuer bzw. Rauch?
Kann er durch zwei Feuerstellen laufen?
Kann der Hund von einer Fremdperson getragen werden?




Wenn das Team in seiner Ausbildung soweit gewachsen ist und der Ausbildungsstand es zulässt, steht nur noch die Hürde der Prüfung bevor. Hier zeigt sich immer wieder, dass auch die Nervosität des Hundeführers bei einer Prüfung, der in einem realen Einsatz nahe kommt.

 

Die Rettungshundeprüfung Flächensuche nach DIN 13050


Die Prüfung besteht aus den folgenden Teilaspekten, die nacheinander abgelegt werden müssen, wobei jeder einzelne Punkt bestanden werden muss. Ein nicht bestandener Einzelpunkt schließt die Teilnahme an den folgenden aus.

Fachfragen
Hier muss der Rettungshundeführer Fachfragen aus den Gebieten Erste Hilfe Mensch, Erste Hilfe Hund, Einsatztaktik Flächensuche, Funk, Kynologie des Hundes, Orientierung, Unfallverhütungsvorschriften und Transport in einem schriftlichem Test beantworten.

Verweistest
Hier wird der Hund auf eine am Boden liegende Person geschickt und muss die Person je nach Anzeigeart verweisen ohne sie zu berühren. Die Anzeigearten sind: Verbellen, Rückverweisen, Bringseln.

Unterordnung
Diese wird nach einem vorgegebenen Schema ähnlich der Begleithundeprüfung mit den zusätzlichen Kommandos „Steh“ und „Voraus“ oder „Detachieren“ gelaufen. Auch das Tragen des Hundes durch eine Fremdperson gehört hier dazu.

Suche im Gelände
Hierbei muss das Rettungshundeteam in einer reinen Suchzeit von 20 Minuten ein bis zwei „Opfer“ in einem 30.000 m² großen Waldstück auffinden, die Erstversorgung durchführen und weitere Schritte zur Rettung einleiten.




Nach der bestanden Prüfung und dem Erhalt der „Plakette“ ist das Rettungshundeteam einsatzfähig.

Was aber wiederum nicht bedeutet, dass die Ausbildung hier endet. Wie heißt es doch so schön: „Nach der Prüfung ist vor der Prüfung“.




Die Prüfung muss alle 18 Monate neu abgelegt werden, um die Einsatzfähigkeit dauerhaft sicher zu stellen.
 

CMS - KLEMANNdesign.biz